Es lebe der Standard …

Ein kaputter Tintenglasdeckel

Wo rohe Kräfte sinnlos walten …

Als Freund analoger Schreibwerkzeuge, die meist eher nicht standardisierte Schreibergebnisse bringen – von Schönschriftzeilen bis zur Sudelei -, ist es natürlich etwas schräg, Standards zu loben.

Aber ohne die wäre es wahrscheinlich deutlich schwerer, immer noch leicht an Farbbänder oder Tintenpatronen zu kommen.

Daß auch Tintenglas-Deckel im Durchmesser standardisiert zu sein scheinen, hat heute mein Glas Iroshizuku Shin-kai gerettet. Der Deckel saß so fest, daß auch die eingesetzte Rohrzange nicht wirklich helfen konnte. Erfreulicherweise fand sich noch ein leeres Glas, der Deckel der Standard(sic!)graph-Tinten hat ein passendes Gewinde.

Und in Zukunft werde ich die Tintengläser noch etwas ordentlicher nutzen …

Happy Typewriter Day 2018!

a sheet of paper in a typewriter

This year Typewriter Day is a bit special because it is also the 150th anniversary of Charles Latham Sholes‘ patent of „the typewriter“.

I celebrate this day with my wife’s brother AX-15, an electronic machine that she gave to me yesterday. And though I am a fan of mechanical typewriters I could not say no to this.

Typing with this electronic machine is a bit unfamiliar. When typing fast, the type wheel has a little delay and I start waiting for the machine. The advantage of the brother compared to electric machines is their quiet job. My father’s IBM Selectric had the always on motor that called for action, even if my brain was not ready to type the next word.

And a plus of the type wheel compared to my mechanic typewriters is the ability to switch from 10 to 12 chars per inch, so I can change the look of the typing. Of course, I can switch between my mechanical typewriters, or use the half space.

And typing without electric power and using the ink ribbon instead of the one time carbon ribbon that also has the full plastic body seems a bit more ecologic.

Meine Rede: Die Schreibmaschine lebt!

Nahaufnahme von Schreibmaschinen-Hebeln

Ein Artikel in der Thüringer Allgemeinen (na gut, es scheint eine dpa-Übernahme zu sein) berichtet, was ich eh schon lange sage: Die Schreibmaschine ist nicht tot. Anläßlich des 150. Geburtstags der Erfindung wird ein munterer Bogen von den Anfängen bis heute geschlagen.

Ich habe Schreibmaschinen, die über 50 Jahre alt sind, immer noch tadellos funktionieren und mir auch optisch viel Spaß machen. Das kann ich von den „überlegenen“, aber leider schon lange verschrotteten digitalen Geräten nicht sagen.

Eine schöne Kombi

Eine Montage: Vorder- und Rückseite sowie aufgeklappter Schreibblock

Kürzlich bekam ich ein schönes Geschenk, das zwei analoge Themen kombiniert: Einen Notizblock mit Schreibmaschine als Cover.

Der Block ist 7×11 cm und paßt gut in Hemd- oder Sakkotasche. Das Papier ist elfenbeinfarbig, die Rückseiten der linierten Blätter sind blanko, was mir auch gut gefällt.

Ein Kommissar, der tippen kann!

Zwei Männer sitzen in einem Büro, einer schreibt auf einer Schreibmaschine; BR

Im Tatort Weißblaue Turnschuhe aus dem Jahr 1973 gibt es eine Szene, in der Gustl Bayrhammer alias Kriminalinspektor Veigl ein Protokoll tippt. Und im Gegensatz zu den sonst üblichen Szenen, in denen Polizeibeamte im Zweifinger-Such-System die Nerven der Verdächtigen und ZuschauerInnen strapazieren, legt Herr Veigl ein tadelloses 10-Finger-blind hin, daß es nur so eine Freude ist! Kein Wunder: Er absolvierte die Kaufmannsschule in München – gelernt ist eben gelernt.